Vom Martin, der dummen Gans & Schaukelpferden: Die Fortsetzung

Es gab für uns tatsächlich noch einen Martin an diesem windigen und regnerischen November-Nachmittag. Trotz der Wetter-Apokalypse. Und auch ein Pferd, einen nackten Bettler, zwei leuchtend-helle Laternen, selbst einen Kaiser sowie Unmengen von Keksen und teilbaren “Mänteln”. Nur gab’s das alles eben nicht draußen auf dem eigens für dieses Prozedere vorgesehen Umzug.
Und ich musste mich noch nicht einmal schlecht fühlen dabei. Nicht mal ansatzweise. Wie immer waren meine eigenen Befürchtungen, war das schlechte Gewissen größer als sich später dann die Realität einstellen sollte. Ich weiß nicht, ob der Umzug jemals stattgefunden hat -es regnete seinerzeit noch immer aus Eimern- doch für uns war Sankt Martin. Einen Tag vor dem eigentlichen Gedenk- Erinnerungs- und Zelebrier-Date.  more “Vom Martin, der dummen Gans & Schaukelpferden: Die Fortsetzung”

Von Zwickmühlen, November-Blues & der Sache mit dem Martin

Draußen regnet es seit dem frühen Morgen in Strömen und die persönliche Laune hat definitiv ihren Tiefpunkt erreicht.
Ich erinnere an dieser Stelle an die bereits mehrfach beschriebene Problematik mit der allmonatlichen schlechten, furchtbar düsteren, alles hinschmeißen-wollenden schlechten Laune. Und deshalb nur noch einmal am Rande bemerkt: ich habe gestern Spekulatius, Nougat-Happen, Chocofresh, Walnuss-Eis, Eierlikör, Milchschnitte und drei Pack Jumbo-Kinderschokolade gekauft. Alles für mich.
Doch nicht nur das, zu allem Überfluss befinde ich mich jetzt auch noch in der Zwickmühle! Denn heute ist Martins Umzug vom Kindergarten! Und die November-Nässe steckt mir in allen Knochen! more “Von Zwickmühlen, November-Blues & der Sache mit dem Martin”

Oh Du liebes Butterbrot!

Mein treuer Freund,
Jeden Abend besuchst Du mich. Zu später Stunde. Dann wenn’s im Haus ganz leise ist. Erschreckend ruhig und Mutti plötzlich so einsam. Dann kommst Du. Überrascht mich mit deiner Anwesenheit, manchmal ganze drei mal! Umzingelst mich mit Deinem Duft. Dem Duft eines langen Tages in engster Behausung und muffigen Schulranzen.
Doch beschwer dich bloß nicht über Dein Zuhause! Dein neues, schweine-teueres Zuhause! Welches ich Dir erst kürzlich geschenkt habe! In sechsfacher Ausfertigung. Voll funktionsfähig, spülmaschinengeeignet und geruchs- sowie hoffentlich geschmacksneutral! Selbst flexible Trennwände hast Du in Deiner neuen Wohlfühl-Oase. Denn ich habe vorgesorgt. Damit Du nicht zu sehr kuscheln musst mit all den saftigen Apfel-Stückchen und danach völlig durchweicht die Heimreise  wieder antreten musst.
more “Oh Du liebes Butterbrot!”

Wenn Mutti in Erinnerungen schwelgt, vom Fernweh & geliebten Metropolen

Es sind Tage wie dieser. Diese grauen, tristen Novembertage. Wenn sich der düstere , grieskrämige Herbsthimmel in all seiner Ungnade zeigt und ich beim Blick nach draußen nur eines sehe: Felder und Wiesen überzogen von zähen Nebelschleiern. Ja, er könnte fast aus irgendeinem melancholischem Gedicht stammen, dieser Anblick. So im Droste-Hülshoff-Style. “Der Tag, der nur halb die schweren Wimpern lichtet” und so weiter. Ich weiß, das klingt jetzt depressiv. Aber so ist einfach gerade die Stimmung und darin möchte ich mich suhlen 😉 
Es sind auf jeden Fall diese Momente, da ertappe ich mich dabei wie ich sie vermisse. Die alte Zeit. Nein! Nicht mein altes Leben und schon einmal gar nicht mein altes Ich!  Denn ein Leben ohne meine Kinder? Mittlerweile unvorstellbar! Die herzallerliebsten Quälgeister möchte ich um nix in der Welt mehr missen! Aber es ist ein Teil der Vergangenheit, der mir fehlt. Jetzt gerade, in der ländlichen Einöde und November-Schwere. Eine bestimmte große Liebe. more “Wenn Mutti in Erinnerungen schwelgt, vom Fernweh & geliebten Metropolen”

"Kommt wir woll'n Laterne laufen": warum mich die Laterne (bald) mal kann & Mutti viele Burnouts hat

“Kommt, wir woll’n Laterne laufen….”
Ehrlich? Schon wieder!? Och nee! Mutti hat verdammt nochmal keinen Bock! Laternen-Burnout. Aber ich muss. Mehrmals.
Ich habe mal versucht durchzuzählen: Ich habe mittlerweile, nach zehn Jahren Mami-Dasein, ungefähr 21 Laternenumzüge hinter mir.
In Hoch-Zeiten waren es vier Umzüge innerhalb von 14 Tagen!
So ist das nunmal Anfang November….
more “"Kommt wir woll'n Laterne laufen": warum mich die Laterne (bald) mal kann & Mutti viele Burnouts hat”

Wenn das Ticken verklingt, vom Loslassen, neuen Reisen & Babies, die nicht mehr kommen werden

Ich habe immer zu meinem Mann gesagt, wenn NOCH ein Kind, dann spätestens mit vierzig. Denn ich möchte nicht die alte, faltige, grauhaarige Muddi in der Rückbildungsgymnastik sein. Ich weiß, dass es Haarfärbemittel gibt, aber so klingt`s dramatischer 😉 Aber ich möchte eben nicht diejenige sein, die von den jungen Dingern schepp angekuckt wird. So wie ich das tat. Beim ersten Kind.
Der Gedanke, dass es sich ja vielleicht um ganz alte Hasen mit viel Erfahrung und vielleicht schon dem dritten, vierten oder gar fünften Kind handelt, ist mir in meiner jungen Naivität gar nicht erst in den Sinn gekommen. Oder dass schlichtweg die bewusste Entscheidung oder andere Lebensumstände (verläuft ja schließlich nicht immer alles nach Plan) zum “späten Kind” führten.
more “Wenn das Ticken verklingt, vom Loslassen, neuen Reisen & Babies, die nicht mehr kommen werden”